Transport & Logistik am Limit – warum politische Forderungen an der Realität vorbeigehen
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Wir leben in einer Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Transport- und Logistiksektor endlich die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.
Immer wieder fordern politische Stimmen, Beschäftigte müssten „mehr arbeiten“. Wer solche Aussagen trifft, zeigt vor allem eines: mangelnde Kenntnis über die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Transportgewerbe. Die Arbeitsrealität unserer Kolleginnen und Kollegen ist klar geregelt – durch die VO (EG) 561/2006 zu Lenk- und Ruhezeiten sowie die Richtlinie 2002/15/EG zur Arbeitszeit im Straßentransport.
Diese Vorgaben sind verbindlich, streng und dienen sowohl der Sicherheit als auch dem Gesundheitsschutz.
Eine pauschale Forderung nach „Mehrarbeit“ ist daher nicht nur praxisfern, sondern schlicht unrealistisch.
Unsere Branche arbeitet längst am Limit:
Dispositionen sind an 365 Tagen erreichbar, Werkstätten im Bereitschaftsdienst, Lagerlogistik vielerorts im Dauerbetrieb. Die Belastung ist hoch – und sie wird von den Beschäftigten getragen, die tagtäglich den Laden am Laufen halten.
Gleichzeitig erleben viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dass ihre Lohnabrechnung am Monatsende kaum den gestiegenen Lebenshaltungskosten standhält. Hohe Abgaben und Sozialbeiträge führen zu wachsender Frustration. Zwar greifen höhere Steuersätze erst ab klar definierten Einkommensgrenzen, doch für viele Beschäftigte bleibt das Gefühl bestehen, dass Leistung sich zu wenig lohnt.
In dieser Situation ist eine starke Interessenvertretung wichtiger denn je.
Die Gewerkschaft Transport & Logistik (GTL) stellt sich entschieden gegen realitätsferne politische Forderungen und kämpft für faire Arbeitsbedingungen, gerechte Entlohnung und eine tatsächliche Entlastung der Beschäftigten.
Besonders erfreulich: Unsere Mitgliederzahlen entwickeln sich positiv. Trotz natürlicher Abgänge – etwa durch Renteneintritte – wächst unsere Organisation kontinuierlich. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen entscheiden sich bewusst für die GTL, weil wir nah dran sind, vor Ort unterstützen und konsequent für unsere Mitglieder eintreten.
Dass andere Gewerkschaften teils seit Jahren Mitglieder verlieren, zeigt: Vertrauen gewinnt man nicht durch Größe, sondern durch ehrliche, verlässliche und professionelle Arbeit. Und genau dafür stehen wir.
Auch in den kommenden Betriebsratswahlen zählt jede Stimme. Wählt die Interessenvertretung, die euch wirklich stärkt – und werdet Mitglied der GTL.