Kabotage - Hier muss dringend gehandelt werden!

von Reinhard Assmann (Kommentare: 0)

STOP Kabotage-Verstöße!

Seit geraumer Zeit weisen wir als Fachgewerkschaft GTL auf die besorgniserregenden Entwicklungen im Bereich der Einhaltung der Kabotage-Regeln hin. Die Hinweise unserer Mitglieder häufen sich – sowohl aus dem Lagerbereich als auch von Berufskraftfahrerinnen und -fahrern.

Was passiert aktuell?

  • Fahrzeuge aus bestimmten osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten steuern über Wochen hinweg dieselben Be- und Entladestellen an – mit identischem Fahrpersonal.
  • Viele dieser Fahrzeuge verbringen Wochenenden und darüber hinaus auf deutschen Firmengeländen.
  • Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein systematisches Vorgehen bekannter Großspeditionen.

Warum ist das ein Problem?
Diese Verstöße sind keine Bagatellen. Sie bedeuten:

  • Steuerhinterziehung
  • Schäden für Sozialversicherungssysteme
  • Gefährdung von Arbeitsplätzen in Lager, Spedition und Transport in Deutschland und anderen EU-Staaten.

Aktuelle Entwicklungen:
Ende 2025 wurde in Frankreich und einem weiteren EU-Mitgliedsstaat einer baltischen Spedition für zwei Jahre jegliche gewerbliche Tätigkeit untersagt – nach massiven Verstößen trotz hoher Strafen. Doch das Verbot gilt nur in diesen Ländern. Realistisch betrachtet werden die betroffenen Unternehmen nun verstärkt in anderen Staaten aktiv.

Unsere Forderung:

  • Unternehmen, die rechtskräftig wegen massiver Kabotage-Verstöße sanktioniert wurden, müssen EU-weit das Kabotage-Recht verlieren.
  • Deutschland muss prüfen, wie ähnliche Maßnahmen umgesetzt werden können, um den Wettbewerb fair zu halten und Arbeitsplätze zu schützen.

Es geht um mehr als Regeln – es geht um Gerechtigkeit und die Zukunft unserer Branche!
Wir bleiben dran und fordern klare, europaweite Konsequenzen für wiederholte Rechtsverstöße.

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